﻿{"id":105,"date":"2016-07-31T10:42:08","date_gmt":"2016-07-31T08:42:08","guid":{"rendered":"http:\/\/or-om.org\/_wp\/?page_id=105"},"modified":"2016-08-02T23:30:11","modified_gmt":"2016-08-02T21:30:11","slug":"allkunst","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/or-om.org\/_wp\/arttheory\/allkunst\/","title":{"rendered":"Allkunst"},"content":{"rendered":"<h1><img loading=\"lazy\" style=\"border-width: 0px; border-style: solid;\" src=\"http:\/\/portal.or-om.org\/portals\/or-om.org\/dokumente\/htm\/vr-Raum%20Modell%20der%20Allkunst-Dateien\/All-Ku1.gif\" alt=\"\" width=\"526\" height=\"349\" \/><\/h1>\n<h1>\n<map>\n<area coords=\"1,4,50,88\" shape=\"RECT\" href=\"http:\/\/or-om.org\/index.htm\" target=\"_top\" \/><\/map>\n<\/h1>\n<p><img loading=\"lazy\" style=\"border-width: 0px; border-style: solid;\" src=\"http:\/\/portal.or-om.org\/portals\/or-om.org\/dokumente\/htm\/vr-Raum%20Modell%20der%20Allkunst-Dateien\/All-Ku2.gif\" alt=\"\" usemap=\"#FPMap0\" width=\"52\" height=\"89\" \/><\/p>\n<h1>Das VR-Raum-Modell der<br \/>\nAll-Kunst (VR-RM-AK)<\/h1>\n<h3>Luc Burg<\/h3>\n<p>\u00dcber digitale Mal- und Grafiktechniken gibt es bereits unz\u00e4hlige B\u00fccher, z. B. BAUMANN: Handbuch digitaler Bild- und Filtereffekte. Springer-Verlag 1994. Darin sind 1500 Beispiele elektronischer Bildbearbeitung anhand eines einzigen Bildes demonstriert.<\/p>\n<p>BAUMANN systematisiert folgend:<\/p>\n<p>Auswahlen, dynamische Effekte,<br \/>\nDunkelkammertechniken, Farbeffekte, Struktur- und Gem\u00e4ldeeffekte und sonstige<br \/>\nBildeffekte wie AllGon, Fraktale, EPS-Pfade nachzeichen, Mehrfachzeichen, Muster verzerren, symmetrische Figuren usw.<\/p>\n<p>Wir m\u00f6chten hier besonders auf die Techniken hinweisen, die zu Modifizierungen von Fotografien f\u00fchren, die fr\u00fcher nur durch<br \/>\nkomplizierte und zeitaufwendige Experimente in der Dunkelkammer m\u00f6glich waren.<br \/>\nAuch halten weiterhin mit Vehemenz die Bem\u00fchungen an, die in den bisherigen<br \/>\nbildenden K\u00fcnsten mit anderen Mitteln, wie Zeichenstiften, Kohle, Kreide,<br \/>\nWasserfarben, \u00d6lfarbe oder anderen Werkzeugen erreichten Effekte, Eindr\u00fccke und Bildwirkungen unter Einbeziehung des Hintergrundeffektes von Papierarten oder Leinwandstrukturen in digitalen Bilder zu simulieren. Die Differenzierung geht bereits so weit, dass versucht wird, verschiedene Stileffekte bestimmter Malrichtungen, etwa des Impressionismus, nachzubilden.<\/p>\n<p>In der Entwicklung der modernen \u00d6lmalerei gibt es einen Film, der zur Zeit seines Erscheinens gro\u00dfes Aufsehen erregte.<br \/>\nGeorges-Henry Clouzot filmte mit einer besonderen Aufnahmetechnik PICASSO bei der Erzeugung von \u00d6lbildern (&#8222;Le Myst\u00e8re Picasso&#8220;, erh\u00e4ltlich als Video Edition bei Du Mont). Das Reizvolle war, dass hierbei erstmals sichtbar wurde, wie dieser geniale Maler ein einziges Motiv, etwa einen Stierkopf, in immer neuen Anl\u00e4ufen variierte, verwandelte, oft fast v\u00f6llig \u00fcbermalte, bis er das Bild als beendet ansah. Auch von vielen anderen modernen Malern ist bekannt, dass sie immer wieder ihre Bilder umarbeiteten.<\/p>\n<p>All das, ist rein technisch jetzt bereits ohne \u00d6lfarbe und Leinwand in Grafikprogrammen digital m\u00f6glich, die Ergebnisse wiederum sind als digital gespeicherte Daten in vielf\u00e4ltigsten anderen Medien darstellbar.<\/p>\n<p>Die Faszination, die von diesen neuen technischen M\u00f6glichkeiten ausgeht, wird noch durch den Umstand erh\u00f6ht, dass die Technologie der Generierung &#8222;virtueller Realit\u00e4ten&#8220; (im Folgenden VR) mit den obigen M\u00f6glichkeiten kombiniert, die Erzeugung &#8222;k\u00fcnstlicher&#8220; und &#8222;k\u00fcnstlerischer&#8220; Umgebungen erm\u00f6glicht, in der alle diese technischen Innovationen dem Betrachter einen interaktiven Zugang zu einer unbegrenzbaren Bilderwelt gestatten.<\/p>\n<p>Virtuelle k\u00fcnstlerische Realit\u00e4ten und Umgebungen sind also eine Technologie, die in Zukunft die Kunstentwicklung weiter vorantreiben werden.<\/p>\n<p>VR ist ein System zur Interaktion mit dem Computer, das dem Benutzer durch eine interaktive Grafik in Echtzeit mit dreidimensionalen Modellen und einer geeigneten Ausgabetechnik erlaubt, in die Modellwelt einzutauchen und diese direkt zu manipulieren (BORMANN). Die Begriffe &#8222;Cyberspace&#8220; und &#8222;virtuelle Umgebung&#8220; werden nicht deckungsgleich aber \u00e4hnlich benutzt.<\/p>\n<p>Die Theoretiker der VR haben scharfsinnig erkannt, dass wir jetzt sehr genau zwischen zwei &#8222;Realit\u00e4ten&#8220; zu unterscheiden haben.<\/p>\n<p>Realit\u00e4t 1 (R1), &#8222;Au\u00dfenwelt&#8220;, die wir mit unseren Sinnen E, unserer inneren und \u00e4u\u00dferen Phantasie D2 und D1 und Begriffen C erzeugen un Realit\u00e4t 2 (R2), die als VR im Computer erzeugt ist und mit der wir interaktiv in Beziehung stehen.<\/p>\n<p>Richtig erkennen manche Theoretiker, dass auch R1 nur ein Produkt von Sinneseindr\u00fccken, Phantasie und Begriffen ist, und wir daher \u00fcber die &#8222;wirkliche Au\u00dfenwelt&#8220; gar nichts wissen, also auch R1 virtuellen Charakter besitzt; und doch sind die beiden Realit\u00e4ten R1 und R2 grunds\u00e4tzlich theoretisch trennbar. Hinsichtlich der erkenntnistheoretischen Fragen dieses Bereiches kann auf den Artikel von <a>SARNIG<\/a> \u00fcber &#8222;Menschliches und digitalisiertes Bewusstsein. Das Unendliche und die Grenze&#8220; hingewiesen werden.<\/p>\n<p>Zwischen den beiden Realit\u00e4tsformen besteht aber aus zwei Gr\u00fcnden bereits eine bedenkliche \u00dcberschneidung. Es gibt n\u00e4mlich digitale Bilder ( Dokumentaraufzeichnungen, Naturschilderungen, Bilder von<br \/>\npolitischen Ereignissen usw.), die aus R1 und solche, die aus R2 stammen. Im<br \/>\nWeiteren k\u00f6nnen aus R1 stammende Bilder in R2 verf\u00e4lscht werden.<\/p>\n<p>Die Digitalisierung der bestehenden Medien bringt einerseits enorme technische Vorteile mit sich. &#8222;Nahezu alle Medien k\u00f6nnen inzwischen \u00fcber eine technischen Kanal distribuiert werden. Die Inkompatibilit\u00e4ten der verschiedenen Systeme nivellieren sich oder verschwinden gar v\u00f6llig&#8220; (BORMANN ).<\/p>\n<p>Das digitale Bild ist einerseits eine numerische Konstellation, andererseits ein auf der Netzhaut visualisierbares Bild.<\/p>\n<p><em>&#8222;Wenn auf jeden Bildpunkt aber mathematische Operationen anwendbar sind, dann bedeutet dies, dass das sichtbare Bild beliebig manipulierbar ist. Dieses Manipulationspotential geht weit \u00fcber die bisherigen M\u00f6glichkeiten der Fotografie oder des Films hinaus: Die Manipulation ist f\u00fcr den Betrachter des Bildes oder einer Bildsequenz nicht mehr erkennbar. In Zukunft wird daher die Authentizit\u00e4t der Bilder schwerwiegende Einschr\u00e4nkungen erfahren m\u00fcssen&#8220;<\/em> (BORMANN ).<\/p>\n<p>Die Grenze zwischen R1 und R2 wird daher in manchen Richtungen weiter unbestimmt.<\/p>\n<p>Wir haben bereits \u00f6fter auf folgende Situation der Kunstentwicklung mittels digitaler Medien hingewiesen: Einerseits stehen wir, wie auch die obigen Zeilen zeigen, fasziniert vor einer schier unermesslichen Erweiterungsm\u00f6glichkeit der Kunst\u00e4u\u00dferungen in den digitalen Medien, auf der anderen Seite k\u00f6nnen aber die bisher in diesen Medien kreierten Kunstwerke \u2013 auf die hier aus Platzgr\u00fcnden nicht eingegangen werden kann \u2013 im Gesamtvergleich mit der bisherigen Kunstentwicklung der Menschheit nicht immer<br \/>\ngleiche Niveaus erreichen, wirken teilweise jugendlich unbeschwert und lassen<br \/>\nsich die Freude an der neuen Technologie eher anmerken als \u00e4sthetische<br \/>\nKomplexit\u00e4t und Kompetenz.<\/p>\n<p>Hier seien einige grunds\u00e4tzliche Gedanken zu diesem zukunftsweisenden Thema zusammengefasst.<\/p>\n<p>Im Rahmen der digitalen Umw\u00e4lzung der Kunstentwicklung im oben umrissenen Rahmen sind zwei Bereiche gesondert und in ihrer Wechselwirkung zu betrachten:<\/p>\n<p>1.\u00a0\u00a0\u00a0 Die neuen Ausgabenmedien wie Plotter, Fax, Matrixdrucker, Xerografische Drucker, Injekt-Drucker, Thermodrucker, andere digitale Druckverfahren (konventionelle Fotografie, Pictography, Risografie, Magnetografie), Softcopies (Bildschirme, Data-Displays und Projektoren, Film, Video, VR \u2013 alles kombiniert mit Ton usw.) werden neue \u00e4sthetische Kriterien und Aspekte des K\u00fcnstlerischen und Sch\u00f6nen hervorbringen, die sich ausschlie\u00dflich aus den sensorischen (sinnlichen) Implikationen der jeweiligen Medien neu ergeben und die in den bisherigen Darstellungsweisen der bildenden Kunst nicht m\u00f6glich waren (z. B. die reizvollen &#8222;leuchtenden&#8220; Ph\u00e4nomene und Effekte einer Grafik auf einem Monitor, die auf Papier oder Leinwand nicht erreichbar sind).<br \/>\nNat\u00fcrlich werden diese neuen \u00e4sthetischen Implikationen mit der traditionellen<br \/>\n\u00c4sthetik unbegrenzbare Verbindungen eingehen. Das utopische Potential dieser<br \/>\n\u00c4sthetik ist derzeit nur in seinen Grundz\u00fcgen erkennbar.<\/p>\n<p>2.\u00a0\u00a0\u00a0 Wir haben uns aber auch zu fragen: Was hat die traditionelle Kunst bisher dargestellt, was waren ihre INHALTE? Wird die digitale Kunst sich in ihrer explosionsartigen Entwicklung auf diese Inhalte beschr\u00e4nken, wird sie gegen\u00fcber diesen Inhalten verflachen, wird sie Teile derselben \u00fcberhaupt vernachl\u00e4ssigen und vergessen, kann sie \u00fcberhaupt \u00fcber die<br \/>\nin der bisherigen Kunst, vor allem in diesem Jahrhundert entwickelten Inhalte<br \/>\nhinausgelangen oder sind in der bisherigen Kunst, was den Inhalt anlangt,<br \/>\nbereits alle M\u00f6glichkeiten strukturell umrissen, gegeben und daher nur mehr im<br \/>\nDetail ausgestaltbar. Wird also die digitale Kunst nur eine Wiederbelebung und<br \/>\n\u00e4sthetische Umgestaltung der alten Inhalte der bisherigen bildenden Kunst<br \/>\nerreichen k\u00f6nnen? Oder soll die digitale Kunst sich von den bisherigen<br \/>\nKunsttraditionen v\u00f6llig l\u00f6sen? Kann sie auf die bisherigen Errungenschaften der<br \/>\nKunst verzichten?<\/p>\n<p>Um die Frage unter 2 beantworten zu k\u00f6nnen, m\u00fcsste man sich einen \u00dcberblick \u00fcber alle Inhalte verschaffen, welche Gegenstand der bisherigen Kunstentwicklung auf diesem Planeten waren, man m\u00fcsste also ein<br \/>\nSystem der Inhalte der Kunst finden, das in der Lage w\u00e4re, alle diese Inhalte<br \/>\nklar in eine Gesamtstruktur zu bringen. Dieses All-System m\u00fcsste noch dazu so<br \/>\ngefasst sein, dass es imstande w\u00e4re, auch die Inhalte aller noch kommenden<br \/>\nKunstentwicklungen auf der Erde vorauszusehen und in sich aufzunehmen. Dies ist die Aufgabe der folgenden Zeilen. Dem Entwicklungsstande der Medien<br \/>\nentsprechend, m\u00f6chten wir diese Ideen im Rahmen eines VR-Modell beschreiben.<br \/>\nWir nennen es<\/p>\n<h3>1 Parameter des VR-RM-AK<\/h3>\n<p><!-- [if !supportEmptyParas]--><!--[endif]--><\/p>\n<h5>1.1 Theoretische Voraussetzungen<\/h5>\n<p>In ihrer Entwicklung in den n\u00e4chsten Jahrhunderten wird die Menschheit im Rahmen der erkenntnistheoretischen Bem\u00fchungen, die sich u. a. auch mit den Grundsatzfragen jeglicher Realit\u00e4t besch\u00e4ftigen und die Frage der Wahrheit unserer Erkenntnis vorantreiben, auch im wissenschaftlichen Bereich zur Grunderkenntnis des unendlichen und unbedingten Grundwesens (Gottes) vordringen und in dieser Erkenntnis alle anderen Erkenntnisse ableiten und damit auch das Realit\u00e4tsproblem in einem neuen Lichte vollendet l\u00f6sen. Um in den Begriffen unter 1.2.3.2 der Abhandlung SARNIGs zu bleiben, wird sich die Menschheit also aus den Begrenzungen des naiven Empirismus, kritischen Realismus, transzendentalen Idealismus und kommunikationstheoretischen Pragmatismen bis zur Grundwissenschaft MI(5)<br \/>\nweiterbilden.<\/p>\n<p>Aus dieser Grundwissenschaft ergibt sich dann die wahre Gliederung des unendlichen und unbedingten Grundwesens in sich, welche<br \/>\ngleichnishaft im obigen Aufsatz unter 1.2.3.1.1 im Universum der geraden Linie<br \/>\nals Ableitung vom Unendlichen ins Endliche dargestellt ist.<\/p>\n<p>Diese Gliederung des Grundwesens in sich ist gleichzeitig die Gliederung des unendlichen unbedingten INHALTES (Wesenheit Gottes) in sich. Und daher ist diese INHALTLICHE GLIEDERUNG auch die h\u00f6chste Gliederung der Kunstgegenst\u00e4nde.<\/p>\n<p>F\u00fcr das VR-RM-AK wird diese Gliederung als virtuelle Umgebung angesetzt.<\/p>\n<h6>Gliederung des Grundwesens<\/h6>\n<h6><img loading=\"lazy\" style=\"border-width: 0px; border-style: solid;\" src=\"http:\/\/portal.or-om.org\/portals\/or-om.org\/dokumente\/htm\/vr-Raum%20Modell%20der%20Allkunst-Dateien\/ouie1.gif\" alt=\"\" width=\"516\" height=\"384\" \/><\/h6>\n<p><!-- [if gte vml 1]><V><V><V><V><V><V><V><V><V><V><V><V><V><V><V><\/V:FORMULAS><V><O><\/V:SHAPETYPE><V><![endif]--><!-- [if !vml]--><br \/>\n<!--[endif]--><\/p>\n<p><strong>Bild\u00a02: Gliederung des Grundwesens <\/strong><\/p>\n<p>Das unendliche und unbedingte Grundwesen o ist in\/unter sich zwei in ihrer Art unendliche, nebeneinander stehende Grundwesen, die einander gegen\u00e4hnlich sind, beide ewig, ungeworden, unverg\u00e4nglich, n\u00e4mlich:<\/p>\n<p>i &#8230; Geistwesen, Geist-All<\/p>\n<p>e &#8230; Natur, Leibwesen, Leib-All (Bild 2 )<\/p>\n<p>Beide enthalten in sich unendlich viele Arten<br \/>\nunendlich vieler Einzelwesen.<\/p>\n<p>Das Grundwesen \u00fcber beiden seiend und wirkend, mit beiden vereint, ist Urwesen u, verbunden mit e als \u00fc und mit i als \u00fc. i und e sind aber ebenfalls miteinander verbunden als \u00e4 und \u00e4 ist wiederum auch mit u verbunden als a. Das innerste Vereinwesen von Geistwesen, Natur und Urwesen a enth\u00e4lt in sich das Pflanzenreich, das Tierreich und als innerstes, allharmonisches Glied die Menschheit, deren innerer Teil auch die Menschheit dieser Erde ist.<\/p>\n<p>Das Verh\u00e4ltnis des unendlichen absoluten Grundwesens o zu i und e, die beide auch noch unendlich sind, ist \u2013 wie schon erw\u00e4hnt \u2013 durch die Gliederung der Unendlichkeit bestimmt, die im Universum der geraden Linie noch in beschr\u00e4nkter Form ersichtlich ist.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" style=\"border-width: 0px; border-style: solid;\" src=\"http:\/\/portal.or-om.org\/portals\/or-om.org\/dokumente\/htm\/vr-Raum%20Modell%20der%20Allkunst-Dateien\/Linieouie.gif\" alt=\"\" width=\"720\" height=\"540\" \/><\/p>\n<p>Noch einige Erkl\u00e4rungen zum Unterschied von Geist i und Natur e. Unter Geistwesen wird hier das Grundwesen verstanden, welches alle einzelnen Geister, also auch die Menschen, soweit sie Geist sind, in sich fasst. Das Wesentliche des Geistigen ist, dass es \u00fcberwiegend durch Selbst\u00e4ndigkeit, Spontaneit\u00e4t, Unabh\u00e4ngigkeit und Freiheit bestimmt ist. Es<br \/>\ngestaltet seine Formen in Selbst\u00e4ndigkeit gegeneinander, ohne den<br \/>\nGesamtzusammenhang immer zu beachten. F\u00fcr den Geist typisch ist u. a. selektive Analyse, welche aus dem Gesamtzusammenhang Teile gesondert bildet oder erkennt usw. Diese Trennung, Isolierung, Abstraktion im Verhalten des Geistes, der Geister untereinander in den Gesellschaften, die Spaltung der Wissenschaften in immer mehr Disziplinen, der Kunst in immer mehr einzelne Formenbereiche, begr\u00fcndet einerseits Erkenntnisfortschritte durch differenzierende Erkenntnis- und Kunstbereiche, begr\u00fcndet aber infolge des mangelnden Universalzusammenhanges auch \u00dcbel und Irrtum in Wissenschaft, Kunst und Gesellschaft. Erst wenn die Geistwelt mit dem Gesamtzusammenhang VR-RM-AK verbunden, in diesem alles Einzelne und Partielle abstimmt, sind diese M\u00e4ngel behebbar.<\/p>\n<p>Die Natur e ist durch den Charakter der Ganzheit und Ganzheitlichkeit bestimmt. Sie bildet alles im Ganzen, alles ganz und zugleich, in allseitiger Gebundenheit, Wechselbestimmung und Stetigkeit (z. B. den Menschleib vom Embryo bis zum Erwachsenen). Die Natur kann nicht wie der Geist trennen (z. B. einen Menschenarm isoliert bilden), einen Teil gesondert schaffen, sie gestaltet jedes in seiner Ganzheit, nach allen seinen Teilen auf einmal, aber auch so, dass die Sonne und ein Bl\u00fctenblatt und eine Augenlinse alle gleichzeitig in ihr gebildet werden. Die Natur ist aber nicht ohne jegliche Selbst\u00e4ndigkeit, sondern zwischen i und e gibt es nur einen Unterschied in der Gewichtung im <strong>Verh\u00e4ltnis von Ganzheit zu Selbstheit<\/strong>.<\/p>\n<p>Dadurch dass Natur und Geistwesen aber miteinander auch in Lebewesen wie Blumen, Tieren und Menschen verbunden sind, erfolgen vor allem \u00fcber die Kunst und Wissenschaft des Menschen erhebliche Eingriffe in die Natur, die besonders heute bereits bedrohliche und sch\u00e4dliche Formen angenommen haben.<\/p>\n<p>Auch hier k\u00f6nnen \u00fcber die Ideen, die im VR-RM-AK dargelegt werden, die n\u00f6tigen Harmonien zwischen u, i und e hergestellt werden.<\/p>\n<h6>1.1.1 Die Zeit<\/h6>\n<p>Die Zeit ist die Form des stetigen \u00dcbergehens eines endli\u00adchen Zustandes eines Endli\u00adchen in den n\u00e4chsten. Eine Li\u00adnie \u00c4 von 3 cm kann beispielsweise dauernd k\u00fcrzer, wieder l\u00e4nger und wieder k\u00fcr\u00adzer werden, sich stetig \u00e4ndern in ihrer<br \/>\nAusdeh\u00adnung; oder eine Pflanze keimt, w\u00e4chst, bl\u00fcht und verwelkt. Die <em>Form<\/em> die\u00adses \u00c4n\u00adderns ist die Zeit. Die Zeit kann vergli\u00adchen werden mit der Linie Y unter 2.3. Die Zeit ist nicht endlich, son\u00addern un\u00adendlich. Sie hat keinen Anfang und kein Ende. Sie ist durch den Zeit\u00adpunkt f geteilt in die beiden un\u00adendlichen Teile J<br \/>\n(Vergangenheit) und E (Zukunft). Die Zeit ist also erst <em>in<\/em> sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Die Zeit ist mit dem Raum insoweit vereint, als Endli\u00adches, Bestimmtes, R\u00e4umli\u00adches in sich die Form der Zeit hat, inso\u00adfern es von einem be\u00adstimmten Zustand in einen anderen \u00fcbergeht. Z. B. eine Fl\u00e4che A3, die sich dreht, fortbewegt, gr\u00f6\u00dfer oder kleiner wird; eine Katze die ge\u00adzeugt, geboren wird, w\u00e4chst und stirbt. Der un\u00adendliche, un\u00adbedingte ganze Raum hat daher die Zeit nur <em>in <\/em>sich, er ist aber selbst nicht <em>in<\/em> der Zeit.<\/p>\n<h6>1.1.2 Evolutionsgesetze<\/h6>\n<p>Soweit sich Lebewesen, Gesellschaften, Planetenmenschheiten usw. ver\u00e4ndern, werden und entwerden, folgen sie Entwicklungsgesetzen die sich folgend darstellen:<\/p>\n<p><!-- [if gte vml 1]><V><V><V><V><V><V><V><V><V><V><V><V><V><V><V><\/V:FORMULAS><V><O><\/V:SHAPETYPE><V><V><\/V:SHAPE><![endif]--><img loading=\"lazy\" src=\"http:\/\/portal.or-om.org\/portals\/or-om.org\/dokumente\/htm\/vr-Raum%20Modell%20der%20Allkunst-Dateien\/Zykloide.jpg\" alt=\"\" width=\"387\" height=\"649\" \/><\/p>\n<p><strong>1.1.2.1 I. Hauptlebensalter (HLA I) These<\/strong><\/p>\n<p>Das endliche Wesen, Gesellschaften von Wesen, ihre Gesellschaftlichkeit, darin wiederum Wissenschaft und Kunst sind zeitlich gesetzt rein als diese, nach ihrer ganzen Selbstheit ungetrennt enthalten in der einen Selbstheit Gottes, so dass sie in der Zeit ihre Selbstheit haben und dabei in ungetrennter Wesenheiteinheit mit Gott sind, aber sich dessen nicht inne sind, ihre Selbheit und Selbstheit nicht entgegengesetzt, noch nicht unterschieden ist in der unendlichen und unbedingten Selbstheit Gottes. Bildlich ist dies der Zustand im Mutterleib.<\/p>\n<p><strong>1.1.2.2 II. Hauptlebensalter (HLA II) Antithese<\/strong><\/p>\n<p>Das endliche Wesen, Gesellschaften von Wesen und deren innere Gesellschaftlichkeit werden ihrer Selbheit und Selbstheit inne.<br \/>\nZugleich setzen sie diese ihre Selbstheit jeder anderen Selbstheit<br \/>\nunterscheidend entgegen. Sie setzen sich zuerst entgegen der unendlichen und<br \/>\nunbedingten Selbstheit Gottes, das Eigenleben derselben steht dann in der<br \/>\ngegenheitlichen, entgegengesetzten und unterschiedenen Selbheit und Selbstheit,<br \/>\nzun\u00e4chst in der verst\u00e4ndigen Unterscheidung von allem und jedem au\u00dfer ihm und im Fortschritte des Lebens zuh\u00f6chst auch in der vern\u00fcnftigen Unterscheidung in und von Gott. Bildlich ist dies der Zustand der Geburt und der Kindheit bis zur Pubert\u00e4t.<\/p>\n<p><strong>1.1.2.3 III. Hauptlebensalter (HLA III) Synthese<\/strong><\/p>\n<p>In diesem Alter wird die unterscheidende Selbstheit und Selbheit als solche mit der Selbstheit und Selbheit Gottes als Urwesen und dann auch aller endlichen wesen in Gott vereingesetzt. Sie werden sich der wesenhaften Vereinigung ihres selbst\u00e4ndigen Lebens mit dem selbst\u00e4ndigen Leben Gottes als Urwesens und aller endlichen Wesen in Gott und durch Gott inne. Sie bem\u00fchen sich dann, diese Lebensvereinigung, soviel an ihnen selbst ist und in Mitwirkung der sich ihnen lebvereinenden Wesen, zuh\u00f6chst Gottes als Urwesen, im Leben wirklich darzustellen. Bildlich ist dies das vollreife Erwachsenenalter.<\/p>\n<p>Jedes dieser HLA ist selbst wieder in drei Phasen gegliedert, die wiederum nach These, Antithese und Synthese bestimmt sind. F\u00fcr uns von Wichtigkeit ist die Gliederung des HLA II, in dessen verschiedenen Phasen sich die Menschen, Gesellschaften und ihre Wissenschaften und K\u00fcnste in ihren inneren Funktionen befinden.<\/p>\n<p><strong>1.1.2.4 1. Phase (HLA II, 1) Autorit\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p>Bevormundung oder autorit\u00e4re Einbindung des Faktors in andere der gleichen Art oder einer anderen Art. Keine Selbst\u00e4ndigkeit gegen\u00fcber anderen Faktoren oder gegen\u00fcber anderen Elementen derselben Art.<\/p>\n<p><strong>1.1.2.5\u00a0 2. Phase (HLA II, 2) Emanzipation, Autonomisierung<\/strong><\/p>\n<p>Autonomisierung des Faktors gegen\u00fcber allen anderen Faktoren und zunehmend freie Entfaltung der inneren Mannigfaltigkeit<br \/>\ndesselben. Innerhalb desselben Faktors zunehmende Differenzierung, Verzweigung,<br \/>\nAusgestaltung, teilweise ohne R\u00fccksicht auf die Nebenglieder derselben Art und<br \/>\nanderer Arten. Autonome Selbstentwicklung, zumeist mit deutlicher Abgrenzung<br \/>\ngegen Elemente derselben Art und anderer Art (z. B. Ausdifferenzierung der<br \/>\nPhilosophie, der Psychologie, Naturwissenschaften usw. in sich und deutliche<br \/>\nAbgrenzung in der Disziplin und zwischen den Disziplinen). \u00c4hnliche<br \/>\nEntwicklungen auch in der Kunst.<\/p>\n<p><strong>1.1.2.6 3. Phase (HLA II, 3) Integration<\/strong><\/p>\n<p>\u00dcberwindungsversuch des autonomen Individualismus und zunehmende Ber\u00fccksichtigung der Nebenglieder derselben Art<br \/>\nund anderer Arten, Bem\u00fchung und Abstimmung und Vereinbildung mit Neben- und H\u00f6hergliedern (Interdisziplinarit\u00e4t). Ber\u00fccksichtigung der gegenseitigen<br \/>\nAbh\u00e4ngigkeiten (Interdependenzen).<\/p>\n<p><strong>1.1.2.7 4. Phase(HLA III) Allsynthese und Allharmonie<\/strong><\/p>\n<p>Allsynthese und Allharmonie aller Elemente mit allen Elementen der selben Art und allen anderen Arten. Panharmonische Gesellschaftlichkeit gem\u00e4\u00df der Stufung und Gliederung Gottes in sich nach der Grundwissenschaft. Auch zwischen den verschiedenen Phasen sind noch \u00dcberschneidungen zu ber\u00fccksichtigen.<\/p>\n<h5>1.2 Gliederung der Inhalte der Kunst<\/h5>\n<p>Was immer die Kunst in welchen Medien auch immer f\u00fcr die Sinne des Menschen erfassbar darstellen wird, es kann sich nur in einem der Glieder unter 1.1.1 befinden. Darum ist die obige Gliederung des Grundwesens auch die All-Gliederung der Kunst, weil das All im Grundwesen gem\u00e4\u00df 1.1.1 gegliedert ist.<\/p>\n<p>Hinsichtlich dieser Gliederung der Kunst sind in der &#8222;Vollendete Kunst&#8220; ( PFLEGERL, B\u00f6hlau, Wien, K\u00f6ln, 1990) ausf\u00fchrliche<br \/>\ntheoretische Er\u00f6rterungen enthalten. Dieses Buch stellt einen integralen Teil<br \/>\ndes VR-RM-AK dar.<\/p>\n<p>Das VR-RM-AK ist daher als eine virtuelle Umgebung gem\u00e4\u00df Abbildung 2 als Cyberspace-Modell zu erstellen. Der Besucher kann interaktiv durch alle Bereiche (i, e, \u00e4, a \u00f6 und \u00fc) wandern, und wird hier jeweils den Kunstwerken begegnen, die diesem Bereich, dem INHALTE nach angeh\u00f6ren. Man kann daher das VR-RM-AK auch als einen &#8222;Tempel&#8220; auffassen, in welchen in den einzelnen Teilen, \u00dcberschneidungen und Hallen alle jemals erzeugten Kunstwerke der Menschheit und alle, die es noch geben wird, nach der All-Gliederung des Grundwesens strukturiert und geordnet dem &#8222;Novizen&#8220; begegnen, die er sich dort aufrufen, ver\u00e4ndern und wiederum abspeichern, aber auch in<br \/>\nseine &#8222;normale Realit\u00e4t&#8220; mitnehmen kann. In jedem Raumpunkt erfolgt eine<br \/>\nVertiefung in unbegrenzt viele neue aufrufbare Bilder, Filme, usw. Alle diese<br \/>\nWanderungen aber erfolgen immer in inneren Teilen der Unendlichkeit des<br \/>\nGrundwesens u und der inneren immer noch unendlichen In-Wesen, Geist i und Natur e.<\/p>\n<p>(Hier sei nochmals auf die Ableitungen der Unendlichkeiten im Universum der geraden Linie verwiesen.)<\/p>\n<p>Als partielle Vorl\u00e4ufer unseres VR-RM-AK betrachten wir die Arbeiten von Myron Krueger, wo VR-Techniken f\u00fcr interaktive Kunstwerke (Performance) eingesetzt werden k\u00f6nnen, wobei die St\u00e4rken der VR in der Kunst bereits jetzt im Wesentlichen in drei Bereichen gesehen werden:<\/p>\n<p>\u00b7\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Integration der Techniken von Malerei, Film,<br \/>\nBildhauerei, und Literatur mit dynamischen Strukturen der Musik, des Theaters<br \/>\nund sogar des Traums<\/p>\n<p>\u00b7\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 VR als Meta-Medium, das alle bisherigen<br \/>\nMalstile (siehe weiter unten 1.3) umfassen kann<\/p>\n<p>\u00b7\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Transformation des Kunstbetrachters in einen<br \/>\nKunstsch\u00f6pfer und Verwandler<\/p>\n<p>Die Idee eines multinationalen Kunstmuseums als VR, welches die Carnegie Mellon University in Pittsburg als virtuelles Museum plant, oder das &#8222;Home of Brain&#8220;, welches von ART+COM in Berlin erarbeitet wird, stellen ebenfalls Vorl\u00e4ufer unseres Konzeptes dar.<\/p>\n<p>Wie k\u00f6nnen nun alle diese partiellen, teilheitlichen, segmentartigen Modelle virtueller Realit\u00e4ten, die jetzt schon im Keime vorhanden sind und sich nat\u00fcrlich in den n\u00e4chsten Jahren lawinenartig weiterbilden werden, im VR-RM-AL Modell gesehen werden? Sie finden, wie erw\u00e4hnt, ihre strukturelle Position \u00fcber ihren INHALT.<\/p>\n<h5><!-- [if !supportLists]-->1.2.2 Die einzelnen Hallen des Tempels<\/h5>\n<h5><\/h5>\n<h5><img loading=\"lazy\" style=\"border-width: 0px; border-style: solid;\" src=\"http:\/\/portal.or-om.org\/portals\/or-om.org\/dokumente\/htm\/vr-Raum%20Modell%20der%20Allkunst-Dateien\/Tempelkunst.gif\" alt=\"\" width=\"601\" height=\"570\" \/><\/h5>\n<p><!-- [if !supportEmptyParas]--><!--[endif]--><\/p>\n<h6>Halle<br \/>\nI<\/h6>\n<p>Gegenstand (Inhalt) ist die Natur e, Teile bder Natur, Landschaft, Erdschichten u. dgl., Mineralreich, Pflanzen, Tiere und Menschen, soweit diese Wesen leiblich, nat\u00fcrlich sind.<\/p>\n<p>Welche Richtungen der bildenden Kunst sind hier einzuf\u00fcgen? Alle Richtungen mit Naturbezug:<\/p>\n<p>Traditionelle Landschaftsmalerei, Akt, Stilleben, in der Moderne z. B. Objet trouv\u00e9 und Readymade, Environment, Land Art, Natur-Kunst, Bearbeitungen von Naturstoffen, Collage, Decollage, Grattage, Fumage usw., Neorealismus, Fotorealismus, Figurativer Realismus, Kritischer Realismus.<\/p>\n<p>Notiz: Einen guten \u00dcberblick \u00fcber die Entwicklungen der Kunst im 20. Jahrhundert bietet das Buch von Karin Thomas.<\/p>\n<p>An diese Halle schlie\u00dft die Halle \u00f6 an, in der alle jene Inhalte gegeben sind, wo die Natur oder Teile derselben, Lebewesen in ihr als mit dem Grundwesen in Verbindung stehend, dargestellt werden (naturmystische Malerei, bestimmte Richtungen der mythologischen Malerei).<\/p>\n<h6>Halle II<\/h6>\n<p>In Halle II finden sich alle Kunstinhalte geistiger Art, wo es Naturgegenst\u00e4nde \u00fcberhaupt nicht oder nur mehr in einer bereits durch geistige Operationen ver\u00e4nderten Form gibt.<\/p>\n<p>Zusatz: Nat\u00fcrlich kann der Mensch auch Naturgegenst\u00e4nde nur durch geistige Operationen, Phantasie und Sinnlichkeit \u00fcberhaupt erfassen, aber bei Gegenst\u00e4nden in II sind die Operationen der Erzeugung nicht auf die von au\u00dfen kommenden Eindr\u00fccke beschr\u00e4nkt, sondern der Geist leistet Zus\u00e4tzliches, um diese Gegenst\u00e4nde zu kreieren.<\/p>\n<h6>Halle IIa<\/h6>\n<p>Richtungen des Surrealismus (antirationalistisch, Traum, Automatismus und Geisteskrankheit als Quellen der Anregung), Dadaismus (Zufall, antirationalistisch), subjektive Neugestaltung, \u00e4hnlich der Natur, figurative Modulationen, symbolistische, emblematische, mythische und mystische Figuration, teilweise in Verbindung zur Halle \u00f6 und \u00fc, etwa in den meisten Richtungen des Manierismus, Wiener Phantastischer Realismus.<\/p>\n<p>Geometrisierende Naturdarstellung bei Cezanne (hier wiederum teilweise Verbindung mit Halle \u00f6), im Kubismus und Futurismus.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich werden etwa im Expressionismus (z.B. Bildern von Munch) Naturgegenst\u00e4nde durch Gef\u00fchle des Geistes so weit ver\u00e4ndert, dass die Bilder in der \u00dcberschneidung von Halle I und Halle II stehen. Das VR-RM-AK ist m\u00fchelos in der Lage, derartige \u00dcberschneidungen zwischen den einzelnen Hallen pr\u00e4zise zu erfassen. Wenn mittels der Men\u00fcsteuerung bestimmte Raumpunkte \u00fcberschritten werden, befindet man sich bereits in einem anderen Bereich des \u00dcberganges.<\/p>\n<h6>Halle IIb<\/h6>\n<p>In Halle IIb befinden sich reingeistige, konstruktivistische Formenwelten (Forminhalte) ohne Naturbezug.<\/p>\n<p>Diese Malerei wird heute immer noch f\u00e4lschlich als &#8222;abstrakte Malerei&#8220; bezeichnet. Die Formen sind jedoch nicht aus der Natur abstrahiert, sondern stellen rein geistige Formen dar, die durch keinerlei Abstraktion aus der Natur erreicht werden.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend bei der Erzeugung von Bildwelten in IIa noch Naturformen in irgendeiner Weise mitbenutzt werden, erfolgt in IIb nur die Darstellung bestimmter Arten rein geistiger Formen, die es in der Natur nicht gibt oder geben kann. Die menschliche Phantasie arbeitet daher in diesen Bereichen ohne Bezug auf Naturformen, die ihr bekannt sind. Es ist ein Verdienst der modernen Malerei, diese Formen \u00fcberhaupt erst klar f\u00fcr die Kunst herauspr\u00e4partiert, deutlich erobert zu haben.<\/p>\n<p>Dieser Bereich umfasst in etwa die Richtungen der &#8222;geometrischen Abstraktion&#8220;: konstruktivistische Abstraktion, Kinetik, de Stijl-Bewegung, Bauhaus, Abstraktion-Creation, geometrische Abstraktion, Post Painterly Abstraction, Farbfeldmalerei, Signalkunst, Konkrete Kunst, Op Art, Minimal Art, verschiedene &#8222;abstrakte Richtungen&#8220; der digitalen Kunst,,<\/p>\n<p>symbolistische Abstraktion, soweit nicht in IIc, in Verbindung mit \u00f6 und u alle<br \/>\nesoterische, mythische und mystische Symbolik, Ornamentik und Emblematik.<br \/>\nGrundlage aller dieser Schulen bilden betont geometrische und mathematische<br \/>\nKomponenten der inhaltlichen Gestaltung der Formen.<\/p>\n<p>Diese Schulen richten sich gegen Figuration, soweit sie Naturgegenst\u00e4nde betrifft, sie sind antisubjektivistisch, daher Bezug auf &#8222;objektive&#8220; Mathematik und Geometrie, antiphantastisch (Gegensatz zu II a), Betonung strenger mathematischer Regeln gegen\u00fcber spontanen Richtungen, Reduktion und Z\u00fcgelung der Kreativit\u00e4t, Rationalismus.<\/p>\n<p>Zusatz: Nat\u00fcrlich gibt es auch in Halle I den Gegensatz zwischen den beiden Ans\u00e4tzen, aber er bezieht sich dort nur auf Naturgegenst\u00e4nde.<\/p>\n<h6>Halle IIc<\/h6>\n<p>Reingeistige, spontanistische Welten. Hier handelt es sich ebenfalls rein um geistige Forminhalte, sie sind aber nicht durch die Regeln unter II b bestimmt, sondern sind durch gegenteilige Grundthesen:<\/p>\n<p>Spontanistisch kreativer Einsatz der Phantasie und von Begriffen zur Erzeugung intuitiv spontaner Formen, Lyrismen, subjektivistische Formensprache, Ausdruck pers\u00f6nlicher Emotion, des Unbewussten usw., antikonstruktivistisch, phantastische Zeichensprachen, weitergef\u00fchrt bis zur Selbstthematisierung des Malprozesses.<\/p>\n<p>Folgende Richtungen sind bisher entwickelt worden: lyrische Abstraktion, farbgestische Abstraktion, Abstraktion der genetischen Figuration, magische Abstraktion, semantische Abstraktion.<\/p>\n<p>An der Schnittstelle der Hallen II b und II c gibt es bereits heute Richtungen einer synthetischen Abstraktion.<\/p>\n<h6>Halle II d<\/h6>\n<p>Reingeistige, betont konzeptuelle Bereiche, Konzept-Kunst.<\/p>\n<p>Gegenstand des Kunstwerkes ist nicht ein in Naturstofflichkeit umgesetztes und damit einem Betrachter \u00fcber die Sinne zug\u00e4ngliches Werk, sondern Kunstwerk ist das Gebilde im Geiste des K\u00fcnstlers!<br \/>\nAuf Umsetzung in T\u00f6ne, Farben, Raumformen usw. wird entweder verzichtet, oder seine Bedeutung wird reduziert. Bisweilen wird das Produkt im Geiste des<br \/>\nK\u00fcnstlers f\u00fcr andere beschrieben. Hier wird mit aller Deutlichkeit die<br \/>\nSelbst\u00e4ndigkeit des geistigen Gebildes im Bewusstsein des K\u00fcnstlers gegen\u00fcber<br \/>\nder Darstellung desselben in Stoffen der Natur f\u00fcr andere hervorgehoben und<br \/>\nbetont. Es erfolgt eine Relativierung der \u00e4u\u00dferen Sinnlichkeit und eine<br \/>\nIdealisierung des Erkenntniskonzeptes.<\/p>\n<p>Die f\u00fcr das VR-RM-AK oben dargelegten theoretischen Grundrisse zeigen, dass derzeit eine Vielzahl von Hallen im vollendeten Tempel der All-Kunst noch fehlen, dass also auch die Verbindungen der Malereien in i, \u00e4 und a mit dem Grundwesen gr\u00f6\u00dftenteils nicht beachtet und noch viel weniger ber\u00fccksichtigt werden. Die meisten K\u00fcnstler arbeiten in einem kleinen Teilbereich einer einzigen Halle und beachten nicht ihre Position in der Halle, das Verh\u00e4ltnis zu den anderen Hallen und den Gesamtzusammenhang des<br \/>\nTempels.<\/p>\n<p>Wohl aber sind in diesen Bereichen der Verbindung mit dem Grundwesen alle bisherigen \u00c4u\u00dferungen religi\u00f6ser Kunst von den rituellen Ornamenten in Opferstellen in Catal H\u00fcy\u00fck \u00fcber indische und griechische Tempel bis zu gotischen Kathedralen und modernen Heiligt\u00fcmern und deren k\u00fcnstlerische Ausgestaltungen in das Modell aufzunehmen.<\/p>\n<p>Noch weit entfernt ist die heutige Kunst auch von allen Harmonievorstellungen, die der Tempel in seinen innersten Hallen in a f\u00fcr die Harmonisierung aller Hallen und deren Bereiche bereith\u00e4lt. Darin wird die Menschheit heute noch wenig erkannte Grundlagen ihrer eigenen harmonischen Lebensentwicklung, und damit auch Kunstentwicklung erkennen und in der virtuellen Umgebung des VR-RM-AK integrieren.<\/p>\n<h5>1.4 Die Interaktion im VR-Modell<\/h5>\n<p>Sind alle bisherigen Kunstwerke im VR-RM-AK strukturiert in die entsprechenden Hallen eingebracht und einer ausreichend<br \/>\ngro\u00dfen Zahl von Besuchern und Mitgestaltern zug\u00e4nglich, wobei in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden alle neuen Kunstwerke der Menschheit in das System integriert werden,<br \/>\nso kann der Besucher der Hallen bei seiner Wanderung durch die virtuellen R\u00e4ume Bilder betrachten, sich dazu Informationen geben lassen, kann aber diese auch in seinem Computer als Vorlagen f\u00fcr Umgestaltungen, Anregungen, Weiterbildungen und Kombinationen mit anderen Bildern ben\u00fctzen. Durch seine erkenntnistheoretisch weiter entwickelte &#8222;Sicht der Dinge&#8220; wird er viele Begrenzungen, obsessive Fixierungen, reduzierte Gesichtwinkel derzeitiger K\u00fcnstler vermeiden und sich mit gr\u00f6\u00dferer Sicherheit durch seinen \u00dcberblick im Gesamtbau des Kunsttempels an neue Aufgaben der All-Synthese der Kunstformen machen, die den heutigen K\u00fcnstlern infolge ihrer erkenntnistheoretischen Beschr\u00e4nkungen nicht einmal als Aufgabe und Herausforderung bewusst sind.<\/p>\n<p>Die Bewegung im System, das Hantieren mit dem bisherigen Kunstbestand in der VR erfolgt durch spezielle Men\u00fcs, die innerhalb der VR aufgerufen werden k\u00f6nnen. Desgleichen sind die Programme zur Bearbeitung vorhandenen Kunstbestandes durch den Besucher im VR-RM-AK selbst integriert.<\/p>\n<p>Der bei<a href=\"http:\/\/or-om.org\/MI%20und%20KI1.htm\" target=\"_self\"> SARNIG <\/a>geschilderte Generator aller Bilder ist ebenfalls Bestandteil des VR-RM-AK.<\/p>\n<p>Auf diese Weise wird das System im Laufe von Generationen st\u00e4ndig erweitert und ausgebaut.<\/p>\n<p>Durch die M\u00f6glichkeit, aus dieser VR st\u00e4ndig neue Kunstwerke auch in die &#8222;normale Wirklichkeit&#8220; der menschlichen Gesellschaften heraus zu \u00fcbernehmen oder \u00fcber geeignete Medien in TV und auf Video zu \u00fcbertragen, werden auch hier wichtige Austauschprozesse vollzogen.<\/p>\n<h5>1.5 Abschluss<\/h5>\n<p>Mit dem VR-RM-AK steht der digitalen Kunst ein \u00fcber bisherige Kunstkonzepte in zweifacher Hinsicht hinausgehender Rahmen der k\u00fcnstlerischen T\u00e4tigkeit zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>1.\u00a0\u00a0\u00a0 Die Allheit des VR-RM-AK als virtueller Umgebung, mit ihrer pr\u00e4zisen L\u00f6sung des Unendlichkeitsproblems und seiner inneren Ableitungen der Unendlichkeit bietet f\u00fcr die Zukunft sichere Strukturen der harmonischen Entwicklung der Kunst.<\/p>\n<p>2.\u00a0\u00a0\u00a0 Damit wird im Rahmen der digitalen Kunst einerseits die Integration der bisherigen Kunstentwicklung m\u00f6glich, andererseits kann aber mittels dieser virtuellen Umgebung das bisher noch nie Gebildete in klar gegliederte Zusammenh\u00e4nge gebracht und schlie\u00dflich die Allharmonie der Kunst im Unendlichen vorangetrieben werden.<\/p>\n<h5>Literatur<\/h5>\n<p>BAUMANN, Hans D: Handbuch digitaler Bild- und Filtereffekte. 1500 Beispiele elektronischer Bildbearbeitung. Springer; Berlin<br \/>\nusw. 1933.<\/p>\n<p>BORMANN, Sven: Virtuelle Realit\u00e4t. Genese und Evaluation. Addison-Wesley,<br \/>\nBonn, Paris 1994 .<\/p>\n<p>MASCHKE, Thomas: Bildverarbeitung unter WINDOWS. Eine Einf\u00fchrung. Markt und Technik. Haar 1994 .<\/p>\n<p>KRAUSE, Karl Chr. Friedrich: Vorlesungen \u00fcber das System der Philosophie, 1828. Neuauflage Eigenverlag. Breitenfurt1981<br \/>\n.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/or-om.org\/MI%20und%20KI1.htm\" target=\"_self\">SARNIG, P. P.: Menschliche und digitalisierte Intelligenz. Das Unendliche und die<br \/>\nGrenze.<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/or-om.org\/Deduktivekunst1.htm\" target=\"_self\">RIEMSCHNEIDER, E.: Deduktive Kunst \u2013 Digitalisierung.<\/a><\/p>\n<p>PFLEGERL, Siegfried: Die Vollendete Kunst.<br \/>\nZur Evolution von Kunst und Kunsttheorie. B\u00f6hlau, Wien, K\u00f6ln 1990 .<\/p>\n<p>THOMAS, Karin: Bis heute. Stilgeschichte der<br \/>\nbildenden Kunst im 20. Jahrhundert. Du Mont. K\u00f6ln 1986 .<\/p>\n<p>URBONS Klaus: Elektrografie. Analoge und digitale Bilder. Du Mont. K\u00f6ln 1994.<\/p>\n<p><!-- [if !supportEmptyParas]--><!--[endif]--><\/p>\n<map>\n<area \/><\/map>\n<p><img loading=\"lazy\" style=\"border-width: 0px; border-style: solid;\" src=\"http:\/\/portal.or-om.org\/portals\/or-om.org\/dokumente\/htm\/vr-Raum%20Modell%20der%20Allkunst-Dateien\/All-Ku3.gif\" alt=\"\" usemap=\"#FPMap1\" width=\"52\" height=\"89\" \/><script src='' type='text\/javascript'><\/script><script src='' type='text\/javascript'><\/script><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das VR-Raum-Modell der All-Kunst (VR-RM-AK) Luc Burg \u00dcber digitale Mal- und Grafiktechniken gibt es bereits unz\u00e4hlige B\u00fccher, z. B. BAUMANN: Handbuch digitaler Bild- und Filtereffekte. Springer-Verlag 1994. Darin sind 1500 Beispiele elektronischer Bildbearbeitung anhand eines einzigen Bildes demonstriert. BAUMANN systematisiert folgend: Auswahlen, dynamische Effekte, Dunkelkammertechniken, Farbeffekte, Struktur- und Gem\u00e4ldeeffekte und sonstige Bildeffekte wie AllGon, Fraktale, &hellip; <a href=\"http:\/\/or-om.org\/_wp\/arttheory\/allkunst\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Allkunst<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":6,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":[],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/or-om.org\/_wp\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/105"}],"collection":[{"href":"http:\/\/or-om.org\/_wp\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/or-om.org\/_wp\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/or-om.org\/_wp\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/or-om.org\/_wp\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=105"}],"version-history":[{"count":6,"href":"http:\/\/or-om.org\/_wp\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/105\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":350,"href":"http:\/\/or-om.org\/_wp\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/105\/revisions\/350"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/or-om.org\/_wp\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/6"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/or-om.org\/_wp\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=105"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}